Informationen zum Bio-Milchpreis

Der Bio-Milchpreistrend informiert über aktuelle Entwicklungen bei den Erzeugerpreisen von bundesweit 35 Bio-Molkereien. Dargestellt sind die Preise in ct/kg netto ab Hof bei 4,0% Fett (neu ab 2017!) und 3,4% Eiweiß inclusive Zu- und Abschlägen.

Bitte beachten: ab 2017 wurde der Preistrend umgestellt auf die Basis 4,0 % Fettgehalt. Im Vergleich zu Meldeverordnung und AMI unterscheidet der Bio-Milchpreistrend des Bioland-Verbandes nach Standard-Bio-Milch und Emmentaler-Bio-Milch. Die Berechnungen erfolgen auf Basis einer Jahresanlieferung von 500.000 kg (Nord) und 200.000 kg (Süd). Nachzahlungen werden dem betroffenem Jahr zugeordnet

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Bio-Milchpreise September 2017

(20.10.2017)

Einzelne Erhöhungen, Durchschnitt steigt leicht an.

Sowohl im Norden als auch im Süden haben einige Bio-Molkereien erhöht. Der bundesweite Durchschnitt ist im September um 0,1 auf 48,6 Cent angestiegen. Die Region Nord-Mitte (10 Bio-Molkereien) stieg um 0,3 auf 48 Cent. Die Region Süd (21 Bio-Molkereien) blieb bei 48,8 Cent gleich. Innerhalb Süd schloss Baden-Württemberg (5) auf Bayern (16) auf, beide lagen bei 48,8 Cent. Der Durchschnitt der acht Bio-Heumilchkäsereien im Allgäu ist ebenfalls um 0,2 auf 51 Cent angestiegen. Die meisten Umstellungen auf den Heumilchzuschlag erfolgen im Oktober und November.

Der Zuwachs der Anlieferung bei der Bio-Milch hat im August mit +17,7 % einen neuen Höchstwert erreicht. Kumuliert von Januar bis August sind es +13,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das sind rund 75 Mio. kg mehr von Januar bis August. In den nächsten Monaten wird der Zuwachs voraussichtlich noch höher sein, da weitere Umsteller in die Anerkennung und damit in die Anlieferung kommen. Diese Zuwächse kommen aber nicht überraschend und liegen im Plan der Molkereien. Die Mehrmengen werden gut vom wachsenden Bio-Milchmarkt aufgenommen.

Die Bio-Butter wurde im Discount zum Oktober nochmals erhöht von 2,19 auf 2,49 € je 250 g. Ab November rechnet die Branche mit einem Anstieg bei den konventionellen Trinkmilchpreisen. Erste Kontrakte sind bereits abgeschlossen. Auch für Bio-Milch könnten noch Steigerungen erfolgen.

Der Absatz von Bio-Käse ist im laufenden Jahr von Januar bis August laut Berichten der AMI auf Basis des GfK-Haushaltspanels um 16,3 % angestiegen. Der konventionelle LEH und insbesondere der Discount verzeichnet hier die höchsten Zuwächse.

[>>Grafik]


[>>Preise]  

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Bio-Milchpreise 2016 und Vorjahre

(aktualisiert 26.06.2017)

Der mengengewichtete Bio-Milchpreis (ohne Emmentaler) erreichte im Bundesschnitt 2016 inclusive aller inzwischen ausbezahlten Nachzahlungen 48,2 Cent. Die Preisangaben gelten netto ab Hof bei 4,0% Fett und 3,4% Eiweiß. Gegenüber dem Vorjahr 2015 ist dies ein Anstieg von 0,5 Cent. 13 Molkereien haben Nachzahlungen von 0,1 bis zu 3 Cent gezahlt. Im Durchschnitt über alle Molkereien ergibt sich ein Nachzahlungswert von 0,5 Cent für 2016.  Die konventionellen Milchpreise waren dagegen deutlich zurückgegangen und konnten sich erst in der zweiten Jahreshälfte erholen. Mit einem Rückgang auf einen konventionellen Jahrespreis von 26,7 Cent liegt der durchschnittliche Bio-Abstand 2016 damit bei 21,5 Cent, den höchsten Wert seit Beginn der Preisberichterstattung.

[>>Grafik Jahre]
[>>zu den Jahrestabellen]  

Kontakt
Bioland – Koordinationsstelle Biomilch
Rüdiger Brügmann
Auf dem Kreuz 58, 86152 Augsburg
Tel. 0821 / 346 80-118, Fax 0821 / 346 80-181
ruediger.bruegmann @ bioland.de

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