Informationen zum Bio-Milchpreis

Der Bio-Milchpreistrend informiert über aktuelle Entwicklungen bei den Erzeugerpreisen von bundesweit 35 Bio-Molkereien. Dargestellt sind die Preise in ct/kg netto ab Hof bei 4,0% Fett (neu ab 2017!) und 3,4% Eiweiß inclusive Zu- und Abschlägen.

Bitte beachten: ab 2017 wurde der Preistrend umgestellt auf die Basis 4,0 % Fettgehalt. Im Vergleich zu Meldeverordnung und AMI unterscheidet der Bio-Milchpreistrend des Bioland-Verbandes nach Standard-Bio-Milch und Emmentaler-Bio-Milch. Die Berechnungen erfolgen auf Basis einer Jahresanlieferung von 500.000 kg (Nord) und 200.000 kg (Süd). Nachzahlungen werden dem betroffenem Jahr zugeordnet

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Bio-Milchpreise Dezember 2017

(23.01.2018)

Im Dezember ist noch ein leichter Anstieg erfolgt.

Die Bio-Milchpreise sind zum Jahresende auf hohem Niveau stabil. Im Dezember gab es noch einen geringfügigen Anstieg um 0,1 auf bundesweit 49,4 Cent. Auslöser sind Sonderzahlungen, die einzelne Molkereien zum Jahresabschluss gewährt haben. Der Süden erreicht mit 49,9 fast die 50 Cent Marke, der Norden liegt im Dezember bei 48,4 Cent (Preise netto ab Hof bei 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß).

Jahrespreis 2017 auf neuen Höchststand.

Einschließlich geschätzter Nachzahlungen (Vorjahr 0,5 Cent) ergibt sich für 2017 ein vorläufiger Jahrespreis von bundesweit 49,1 Cent. Die Region Süd liegt bei 49,6 Cent, Nord-Mitte bei 48,2 Cent.

[>>Grafik]

[>>Preise]  

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Mengensteigerungen bei weiterhin gutem Absatz

Die zahlreichen Umsteller haben die Anliefermengen für Bio-Milch zum Ende des vergangenen Jahres kräftig erhöht. Im Oktober lagen die Mehrmengen um 25 % über dem Vorjahresmonat, im November betrug die Steigerung 31 %. In diesen Zuwachsraten sind vermutlich aber auch Mengenzuwächse von bestehenden Bio-Betrieben dabei, da die Winterfutterqualitäten in diesem Jahr sehr gut sind und auch manche Bio-Betriebe ihre Herden aufgestockt haben.

Hochgerechnet auf die Jahresmenge ergibt sich ein durchschnittliches Wachstum von rund 18 % mit einer Mehrmenge von 143 Mio. kg und einer voraussichtlichen Jahresgesamtmenge von 938 Mio. kg Bio-Milch. Der Anteil der Bio-Milch an der Gesamtanlieferung in Deutschland steigt auf 3,1 % (Vorjahr 2,6 %).

Gleichzeitig ist nach Berichten der AMI auf Basis des GfK Haushaltspanels die Nachfrage in den Monaten Januar bis Oktober bei der Bio-Konsummilch um 11,4 %, bei Käse um 14,3 % und Butter um 9,1 % angestiegen. Der Abstand der Herstellung zur Anlieferung ist etwas zurückgegangen (siehe Grafik). Die Selbstversorgung in Deutschland steigt also an, die Molkereien haben die wachsenden Absatzmärkte gut besetzt, mit eigenen regionalen Herkünften. Die Importrate von bisher rund einem Drittel wird zurückgehen. Nicht berücksichtigt sind dabei die ebenfalls gestiegenen Exportmengen, ebenso wie die Mengen für die verarbeitende Industrie und für Großverbraucher.

Die Bio-Molkereien haben die höheren Anlieferungsmengen aus Oktober und November gut bewältigt. Erste Preisabschlüsse mit den Liefergruppen für dieses Jahr sind gleichbleibend, andere liegen nur geringfügig unter den hohen Werten der letzten Monate 2017, die die Sonderzahlungen beinhaltet haben.

Halten sich Molkereien und Lieferanten an die geplanten Mengen, wird der Bio-Milchmarkt auch 2018 stabil bleiben. Die Branche rechnet mit weiteren Steigerungen von zehn bis 15 %.

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Bio-Milchpreise 2016 und Vorjahre

(aktualisiert 26.06.2017)

Der mengengewichtete Bio-Milchpreis (ohne Emmentaler) erreichte im Bundesschnitt 2016 inclusive aller inzwischen ausbezahlten Nachzahlungen 48,2 Cent. Die Preisangaben gelten netto ab Hof bei 4,0% Fett und 3,4% Eiweiß. Gegenüber dem Vorjahr 2015 ist dies ein Anstieg von 0,5 Cent. 13 Molkereien haben Nachzahlungen von 0,1 bis zu 3 Cent gezahlt. Im Durchschnitt über alle Molkereien ergibt sich ein Nachzahlungswert von 0,5 Cent für 2016.  Die konventionellen Milchpreise waren dagegen deutlich zurückgegangen und konnten sich erst in der zweiten Jahreshälfte erholen. Mit einem Rückgang auf einen konventionellen Jahrespreis von 26,7 Cent liegt der durchschnittliche Bio-Abstand 2016 damit bei 21,5 Cent, den höchsten Wert seit Beginn der Preisberichterstattung.

[>>Grafik Jahre]
[>>zu den Jahrestabellen]  

Kontakt
Bioland – Koordinationsstelle Biomilch
Rüdiger Brügmann
Auf dem Kreuz 58, 86152 Augsburg
Tel. 0821 / 346 80-118, Fax 0821 / 346 80-181
ruediger.bruegmann @ bioland.de

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