Informationen zum Bio-Milchpreis

Der Bio-Milchpreistrend informiert über aktuelle Entwicklungen bei den Erzeugerpreisen von bundesweit 40 Bio-Molkereien. Dargestellt sind die Preise in ct/kg netto ab Hof bei 4,0% Fett und 3,4% Eiweiß inclusive Zu- und Abschlägen.

Im Vergleich zu Meldeverordnung und AMI unterscheidet der Bio-Milchpreistrend des Bioland-Verbandes nach Standard-Bio-Milch und Bio-Heumilch (Emmentaler). Die Berechnungen erfolgen auf Basis einer Jahresanlieferung von 500.000 kg (Nord) und 200.000 kg (Süd). Nachzahlungen werden dem betroffenem Jahr zugeordnet.

Einige Informationen stehen nur im Online Zugang zur Verfügung. Die betroffenen Passagen sind mit einem  gekennzeichnet. Bitte loggen Sie sich in der rechten Spalte ein. Bioland-Mitglieder haben einen eigenen Zugang über den Bioland-Mitgliederbereich

Rechtlicher Hinweis: Inhalte und Daten im öffentlich zugänglichen Bereich dürfen von Dritten verwendet werden. Voraussetzung ist die Nennung der Quelle und der Verweis auf das Copyright von Bioland. Es ist der Hinweis anzubringen: 
<<Quelle: © Bioland, www.biomilchpreise.de>>.
Dies gilt auch bei auszugsweiser Verwendung einzelner Daten. 
Im Online Zugang enthaltene Inhalte und Daten dürfen nicht verwendet werden.

------------------------------------------------------------

Bio-Milchpreise April 2021

(21.05.2021)

Trotz Preissteigerungen ergibt sich saisonal ein leichter Rückgang.

Viele Bio-Molkereien haben auch im April ihre Bio-Milchpreise erhöht zwischen 0,5 bis zu zwei Cent. Im Durchschnitt würde dies einer Steigerung von 0,4 Cent entsprechen. Dementgegen stehen aber unabhängig vom Grundpreis saisonale Abschläge von einigen Molkereien, die ab April in Kraft getreten sind. Der Unterschied von Winterzuschlag zu Sommerabzug bei diesen Molkereien wirkt sich bundesweit mit einem Minus von 0,6 Cent auf den Durchschnittspreis aus. Damit ergibt sich für April insgesamt ein Saldo von minus 0,2 auf 49,0 Cent.

Die saisonalen Abschläge betreffen vor allem den Süden. Im März wurden hier 49,9 Cent erreicht, im April sind es 49,4 Cent. In der Region Nord-Mitte ist der Preis gegenüber dem März dagegen um 0,3 auf 48,1 Cent im April angestiegen. Im April liegen 63 % der Preise bei 49 Cent und darüber, bei 50 Cent und mehr sind es 23 %.

Ausblick: 50 Cent Marke rückt näher

Die Prognose für die kommenden Monate ist gut, einige Molkereien haben bereits Erhöhungen von 0,5 bis 1,5 Cent angekündigt. Weitere Molkereien werden die 50 Cent Marke erreichen. Die Absatzzahlen entwickeln sich anhaltend gut und auch die Preisabschlüsse mit LEH und Discount für die Bio-Handelsmarken sollen laut ersten Aussagen positiv verlaufen sein.

Unter diesen Voraussetzungen werden die Erzeugerpreise für Bio-Milch ansteigen. Spätestens im Herbst kann beim Einsetzen der saisonalen Winterzuschläge mit einem Durchschnittspreis über 50 Cent gerechnet werden. Für die Deckung der Vollkosten wären mindestens 55 Cent nötig.

[>>Grafik]

[>>Preise]  

------------------------------------------------------------

(24.03.2021)

Anlieferungen steigen nur moderat

Die Zunahme bei der Bio-Milchanlieferung an die deutschen Molkereien lag im Jahr 2020 bei einem Plus von 4,2%. Das entspricht einer Mehrmenge zu 2019 von knapp 50 Mio. kg. Insgesamt wurden 1,23 Milliarden Bio-Milch angeliefert, der Bio-Anteil an der Gesamtmilchmenge betrug 3,9%.

Prozentual am stärksten gestiegen ist das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern mit plus 35%, was aber nur einer Menge von 6,7 Mio. kg entspricht. Die größten absoluten Zunahmen verzeichnet Bayern mit 19,6 Mio. kg, relativ ist es ein Plus von 3,4%. Bayern hat neben Baden-Württemberg mit 8,2% den höchsten Bio-Anteil im Vergleich zur gesamten Milchanlieferung, Mecklenburg-Vorpommern liegt dagegen nur bei 1,8% Bio-Anteil.

Auch die Nachbarländer, die Bio-Milch nach Deutschland exportieren, haben im letzten Jahr weniger stark bei der Anlieferung zugelegt: Österreich und Dänemark um jeweils 2,7% bzw. um 15,7 und 19,3 Mio. kg gegenüber 2019. Die angelieferten Jahresmengen betrugen 2020 in Dänemark insgesamt 728 Mio. kg Bio-Milch (Bio-Anteil 12,8%) und in Österreich 601 Mio. kg (Bio-Anteil 19,1%).

Frankreich hat im letzten Jahr mit einem Plus von 12% nun auch die Milliardengrenze überschritten auf 1,1 Milliarden kg Bio-Milchanlieferung und einem Bio-Anteil von 4,6%. Die Nachfrage entwickelt sich dort dynamisch, insbesondere Bio-Käse wurde stark nachgefragt.

Ins neue Jahr 2021 sind die Zuwächse bei den Anlieferungen verhalten gestartet: Im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat in Deutschland mit einem Plus von 3,6%, Dänemark 5,4% und Frankreich 6,4%, während Österreich sogar ein leichtes Minus verzeichnet in Höhe von 0,3 %.

------------------------------------------------------------

Jahresergebnis 2020 bei 48,3 Cent

Die Hochrechnung für das Jahr 2020 ergibt einschließlich geschätzter Nachzahlungen einen bundesweiten Durchschnitt von 48,3 Cent. Das wäre eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 0,7 Cent. Der Jahreshöchstwert von 2017 mit 49,1 Cent wird damit aber (noch) nicht erreicht.

[>>Grafik Jahre]
[>>zu den Jahrestabellen]  

Kontakt
Bioland – Koordinationsstelle Biomilch
Rüdiger Brügmann
Auf dem Kreuz 58, 86152 Augsburg
Tel. 0821 / 346 80-118, Fax 0821 / 346 80-181
ruediger.bruegmann @ bioland.de

Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Login


Bioland - &Ouml;kologischer Landbau