Informationen zum Bio-Milchpreis

Der Bio-Milchpreistrend informiert über aktuelle Entwicklungen bei den Erzeugerpreisen von bundesweit 40 Bio-Molkereien. Dargestellt sind die Preise in ct/kg netto ab Hof bei 4,0% Fett und 3,4% Eiweiß inclusive Zu- und Abschlägen.

Im Vergleich zu Meldeverordnung und AMI unterscheidet der Bio-Milchpreistrend des Bioland-Verbandes nach Standard-Bio-Milch und Bio-Heumilch (Emmentaler). Die Berechnungen erfolgen auf Basis einer Jahresanlieferung von 500.000 kg (Nord) und 200.000 kg (Süd). Nachzahlungen werden dem betroffenem Jahr zugeordnet.

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Bio-Milchpreise Dezember 2020

(22.01.2021)

Nur verhaltener Anstieg

Auch im Dezember haben acht Molkereien ihre Bio-Milchpreise zwischen 0,1 bis 1 Cent erhöht. Im bundesweiten Durchschnitt werden 48,7 Cent erreicht. Gegenüber der Vorjahreslinie beträgt der Vorsprung 1,4 Cent. Der Süden übersteigt die 49 Cent Marke. Bayern liegt genau bei 49, Baden-Württemberg auf Grund saisonaler Zuschläge bei 50,8 Cent. Für die Region Nord-Mitte errechnet sich ein Durchschnitt von 47,7, für Bio-Heumilch von 55 Cent.

War der Anstieg im Oktober noch zum Teil durch saisonale Winterzuschläge ausgelöst, so sind die Preissteigerungen im November und Dezember ausschließlich begründet durch die guten Absatzentwicklungen und die damit verbundenen verbesserten Verwertungsquoten der Bio-Molkereien.

Jahresergebnis 2020 bei 48,3 Cent

Die neue Hochrechnung für das Jahr 2020 ergibt einschließlich geschätzter Nachzahlungen einen bundesweiten Durchschnitt von 48,3 Cent. Das wäre eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 0,7 Cent. Der Jahreshöchstwert von 2017 mit 49,1 Cent wird damit aber (noch) nicht erreicht.

Mengen sind knapp

Die Steigerungen der Anliefermengen von Bio-Milch an deutsche Molkereien liegen von Januar bis November 2020 gegenüber 2019 laut BLE bei einem Plus von 4,2 % und damit zum Teil deutlich unter den Vorjahren mit Steigerungsraten von 6 % (2019) und 19 % (2018). Die Jahresmenge erreicht hochgerechnet rund 1,2 Milliarden kg, das entspricht einem Bio-Anteil von 3,9 % an der in Deutschland insgesamt erzeugten Milch bio und konventionell.

Auch in den Nachbarländern sind die Zuwächse bei den Anliefermengen von Bio-Milch teils deutlich zurückgegangen. In Frankreich stiegen die Mengen in 2020 noch um 12 %, in Dänemark und Österreich sind es dagegen nur jeweils rund 3 %.

Demgegenüber hat die Herstellungsmenge von Bio-Trinkmilch, - Butter und -Käse in deutschen Molkereien umgerechnet in Milchäquivalent im gleichen Zeitraum um 11,8 % deutlich zugelegt.

Ausblick: Preise müssen stärker steigen

Die Absätze haben sich im letzten Jahr zum Teil zweistellig nach oben entwickelt. Die Nachfrage ist gut, vor allem Produkte wie die Bio-H-Milch, Quark und verschiedene Käsesorten wurden in vielen Läden im LEH und Discount neu eingelistet. Bio-Milch ist knapp. Die Bio-Molkereien geben jedoch sehr behutsam Zusagen für neue Betriebe um Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht zu halten. Einige Bio-Molkereien haben hier höheren Bedarf, andere weniger. Jeder Umstellungsinteressent muss in seiner Region den Kontakt mit den Molkereien und den Bio-Verbänden suchen.

Die aktuell angestiegenen Bio-Milchpreise werden auch im neuen Jahr Bestand haben. Ziel muss es sein die Vollkosten ins Visier zu nehmen und die Erzeugerpreise insgesamt weiter nach oben zu entwickeln.

[>>Grafik]

[>>Preise]  

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Jahresauswertung 2019

(20.07.2020)

Die Jahresauswertung der Bio-Milchpreise für 2019 hat im bundesweiten Durchschnitt mit allen jetzt vorliegenden Nachzahlungen 47,6 Cent ergeben. Der Durchschnitt 2019 liegt damit 0,9 Cent unter 2018 und 1,5 Cent unter dem bisherigen Höchstwert von 2017 mit 49,1 Cent. Die Region Nord-Mitte liegt bei 47 Cent, der Süden bei 48 und für Bio-Heumilch wurde durchschnittlich 51,6 Cent ausbezahlt

Es wurden 39 Bio-Molkereien mit einer Gesamtmenge von 1.153 Mio. kg ausgewertet. Im Vergleich zur Gesamtliefermenge für 2019 laut BLE von 1.185 Mio. kg bildet der Bioland-Milchpreistrend somit 97 Prozent ab. Die Menge der Bio-Heumilch von elf Molkereien und Käsereien entspricht 55,4 Mio. kg, das sind 4,8 Prozent. Neun Molkereien haben Demeter-Produkte mit einer Anlieferungsmenge von 70,6 Mio. kg, das sind 6,1 Prozent.

Die Spanne der Preise reicht von 45 bis 50 Cent, für Bio-Heumilch im Einzelfall bis zu 55 und 60 Cent. 71 Prozent der Molkereien liegen für Standardmilch über 47 Cent.

[>>Grafik Jahre]
[>>zu den Jahrestabellen]  

Kontakt
Bioland – Koordinationsstelle Biomilch
Rüdiger Brügmann
Auf dem Kreuz 58, 86152 Augsburg
Tel. 0821 / 346 80-118, Fax 0821 / 346 80-181
ruediger.bruegmann @ bioland.de

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