Informationen zum Bio-Milchpreis

Der Bio-Milchpreistrend informiert über aktuelle Entwicklungen bei den Erzeugerpreisen von bundesweit 38 Bio-Molkereien. Dargestellt sind die Preise in ct/kg netto ab Hof bei 4,0% Fett und 3,4% Eiweiß inclusive Zu- und Abschlägen.

Im Vergleich zu Meldeverordnung und AMI unterscheidet der Bio-Milchpreistrend des Bioland-Verbandes nach Standard-Bio-Milch und Emmentaler-Bio-Milch. Die Berechnungen erfolgen auf Basis einer Jahresanlieferung von 500.000 kg (Nord) und 200.000 kg (Süd). Nachzahlungen werden dem betroffenem Jahr zugeordnet.

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Bio-Milchpreise Mai 2018

(21.06.2018)

Rückgang um 0,6 Cent

Die Bio-Milchpreise sind im Mai im bundesweiten Durchschnitt um 0,6 auf 47,3 Cent zurückgegangen. Die Regionen Nord und Süd sind gleichermaßen betroffen mit Rückgängen von 0,7 auf 46,3 und 0,5 auf 47,9 Cent. Gegenüber Januar ergibt sich bundesweit ein Minus von 1,7 Cent, konventionell sind es 3,4 mit 32,1 Cent im Mai. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2017 liegen die Bio-Milchpreise im Mai 2018 um 0,8 Cent niedriger, konventionell 1,2 Cent.

Als Auslöser nennen die Molkereien die anhaltend hohen Anlieferungsmengen und die seit Mai geltenden Preisrücknahmen bei der Trinkmilch im Preiseinstiegssegment (Discount). Konventionell betrug die Preissenkung 9 auf 69 Cent für Frischmilch im Karton ab 3,5% Fettgehalt, bio waren es 4 Cent auf 1,05 €. Zwar wurden gleichzeitig die Butterpreise erhöht, was aber die Rücknahmen bei der Trinkmilch nicht ganz kompensieren konnte. Zudem konnten bei der Bio-Milch in der saisonalen Anlieferungsspitze im Monat Mai zunehmend Übermengen auf dem Spotmarkt nur zu konventionellen Preisen verkauft werden.

Der Rückgang bei der Emmentaler- bzw. Heumilch ist durch den Wegfall des Winterzuschlages für silofreie Milch begründet.

Ausblick: Preistief weitgehend erreicht

Die Preisrücknahmen durch die Senkungen der Ladenpreise sind weitgehend erfolgt, die saisonalen Anlieferungsmengen gehen langsam zurück. Insgesamt geht die Branche jetzt von weitgehend stabilen Preisen über die Sommermonate und nur noch vereinzelten Preisanpassungen aus. Nach den Ferienmonaten und mit zunehmender Nachfrage zum Herbst wird wieder mit ansteigenden Preisen gerechnet.

Monatliche Mengensteigerungen gehen zurück

Die Mehrmengen bei der Biomilch gegenüber den Vorjahresmonaten liegen im März und April bei rund 25%, im Januar und Februar waren es 30%. Die Zuwachsraten werden im Jahresverlauf weiter zurückgehen, da derzeit keine Neulieferanten mehr dazu kommen. Zusammen mit dem saisonalen Rückgang sollte dies die Marktlage zum Herbst weiter entspannen.

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Jahrespreis 2017 auf neuen Höchststand.

Einschließlich geschätzter Nachzahlungen (Vorjahr 0,5 Cent) ergibt sich für 2017 ein vorläufiger Jahrespreis von bundesweit 49,1 Cent. Die Region Süd liegt bei 49,6, Nord-Mitte bei 48,0 Cent.

[>>Grafik]

[>>Preise]  

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Stabilität dank Engagement

Im "Kritischen Agrarbericht 2018" ist ein Artikel zur Bio-Milch, den Preisen und den Liefergemeinschaften erschienen.

>> Artikel  >>

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Bio-Milchpreise 2016 und Vorjahre

(aktualisiert 26.06.2017)

Der mengengewichtete Bio-Milchpreis (ohne Emmentaler) erreichte im Bundesschnitt 2016 inclusive aller inzwischen ausbezahlten Nachzahlungen 48,2 Cent. Die Preisangaben gelten netto ab Hof bei 4,0% Fett und 3,4% Eiweiß. Gegenüber dem Vorjahr 2015 ist dies ein Anstieg von 0,5 Cent. 13 Molkereien haben Nachzahlungen von 0,1 bis zu 3 Cent gezahlt. Im Durchschnitt über alle Molkereien ergibt sich ein Nachzahlungswert von 0,5 Cent für 2016.  Die konventionellen Milchpreise waren dagegen deutlich zurückgegangen und konnten sich erst in der zweiten Jahreshälfte erholen. Mit einem Rückgang auf einen konventionellen Jahrespreis von 26,7 Cent liegt der durchschnittliche Bio-Abstand 2016 damit bei 21,5 Cent, den höchsten Wert seit Beginn der Preisberichterstattung.

[>>Grafik Jahre]
[>>zu den Jahrestabellen]  

Kontakt
Bioland – Koordinationsstelle Biomilch
Rüdiger Brügmann
Auf dem Kreuz 58, 86152 Augsburg
Tel. 0821 / 346 80-118, Fax 0821 / 346 80-181
ruediger.bruegmann @ bioland.de

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