Informationen zum Bio-Milchpreis

Der Bio-Milchpreistrend informiert über aktuelle Entwicklungen bei den Erzeugerpreisen von bundesweit 40 Bio-Molkereien. Dargestellt sind die Preise in ct/kg netto ab Hof bei 4,0% Fett und 3,4% Eiweiß inclusive Zu- und Abschlägen.

Im Vergleich zu Meldeverordnung und AMI unterscheidet der Bio-Milchpreistrend des Bioland-Verbandes nach Standard-Bio-Milch und Bio-Heumilch (Emmentaler). Die Berechnungen erfolgen auf Basis einer Jahresanlieferung von 500.000 kg (Nord) und 200.000 kg (Süd). Nachzahlungen werden dem betroffenem Jahr zugeordnet.

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Bio-Milchpreise Juli 2020

(21.08.2020)

Preise steigen um 0,2 Cent

Entgegen dem saisonalen Rückgang der Vorjahre sind im bundesweiten Durchschnitt die Bio-Milchpreise im Juli um 0,2 auf 47,3 Cent angestiegen. Der Süden liegt bei 47,7, die Region Nord-Mitte bei 46,4 Cent. Die Preise für Bio-Heumilch sind mit durchschnittlich 50,5 Cent gleich geblieben.

Im Vergleich zum Juli des Vorjahres hat sich der Vorsprung damit auf 0,6 Cent erhöht, 0,7 im Süden und 0,2 Nord-Mitte. Bei der Bio-Heumilch sind es 0,8 Cent. Neun Molkereien haben im Juli ihre Bio-Milchpreise erhöht. Die Steigerungen reichen im Einzelfall bis zu einem und zwei Cent. Knapp ein Drittel der Bio-Milchpreise liegen bei 48 Cent und darüber.

Anstieg könnte höher ausfallen

Ein Anstieg war angesichts der anhaltend zweistelligen Absatzzahlen für Bio-Milchprodukte zu erwarten und könnte auch höher ausfallen. Gegen den Trend hat aber die Molkerei Arla im Norden ihre Preise für Bio-Milch im Juli gesenkt und liegt deutlich unter dem Durchschnitt. Arla ist im Norden ein wichtiger Lieferant der Lebensmittelketten und Discounter im Einzelhandel. Sowohl unter eigener Herstellermarke, aber auch Handelsmarken wie Aldi Bio und anderen.

Anlieferung hat Saisonspitze überschritten

Die Zuwächse bei der Anlieferung von Bio-Milch lagen in den ersten sechs Monaten bei 4,1 %. Zuletzt waren es im Mai und Juni 2,6 %. Auch in diesem Jahr haben trockene Perioden in einigen Regionen zu deutlich geringeren Futtererträgen geführt. Die saisonal höchste Monatsanlieferung wurde im Mai erreicht mit knapp 115 Mio. kg, im Juni waren es 107 Mio. kg. Damit liegen die Steigerungen deutlich unter den Zuwachsstarken Jahren 2017 und 2018 mit 18 und 19 %. 2019 war es ein Plus von 6 %. Auch in den Nachbarländern Österreich und Dänemark steigen die Anliefermengen in diesem Jahr nur noch geringfügig an, in den ersten sechs Monaten bei 3,1 und 1,3 %.

Ausblick

Bei anhaltend guter Nachfrage wird die Bio-Milch knapp. Ein weiterer Preisanstieg ist für die Bio-Milcherzeuger sehr wichtig und angesichts der guten Marktentwicklung auch möglich. Die Bio-Betriebe müssen höhere Anforderungen bei Weide- und Kälberhaltung umsetzen, während die Klimaveränderungen mit mehr Trockenperioden die Futterernten geringer ausfallen lassen und zusätzlich die Produktionskosten erhöhen.

[>>Grafik]

[>>Preise]  

 

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Jahresauswertung 2019

(20.07.2020)

Die Jahresauswertung der Bio-Milchpreise für 2019 hat im bundesweiten Durchschnitt mit allen jetzt vorliegenden Nachzahlungen 47,6 Cent ergeben. Der Durchschnitt 2019 liegt damit 0,9 Cent unter 2018 und 1,5 Cent unter dem bisherigen Höchstwert von 2017 mit 49,1 Cent. Die Region Nord-Mitte liegt bei 47 Cent, der Süden bei 48 und für Bio-Heumilch wurde durchschnittlich 51,6 Cent ausbezahlt

Es wurden 39 Bio-Molkereien mit einer Gesamtmenge von 1.153 Mio. kg ausgewertet. Im Vergleich zur Gesamtliefermenge für 2019 laut BLE von 1.185 Mio. kg bildet der Bioland-Milchpreistrend somit 97 Prozent ab. Die Menge der Bio-Heumilch von elf Molkereien und Käsereien entspricht 55,4 Mio. kg, das sind 4,8 Prozent. Neun Molkereien haben Demeter-Produkte mit einer Anlieferungsmenge von 70,6 Mio. kg, das sind 6,1 Prozent.

Die Spanne der Preise reicht von 45 bis 50 Cent, für Bio-Heumilch im Einzelfall bis zu 55 und 60 Cent. 71 Prozent der Molkereien liegen für Standardmilch über 47 Cent.

[>>Grafik Jahre]
[>>zu den Jahrestabellen]  

Kontakt
Bioland – Koordinationsstelle Biomilch
Rüdiger Brügmann
Auf dem Kreuz 58, 86152 Augsburg
Tel. 0821 / 346 80-118, Fax 0821 / 346 80-181
ruediger.bruegmann @ bioland.de

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